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Was Meister Jarnac nicht wusste...

24. März 2012, 21:25pm

Veröffentlicht von asmodeus

... und was er bis heute noch nicht heraus finden konnte, das ist die tatsächliche Lage des von ihm gesuchten Schatzdepots der Wisigoten. Andernfalls wäre der Gotenschatz zwischenzeitlich sicherlich gehoben worden. Wenn nicht von Michel Valet und Franck Daffos selbst, dann von der DRAC oder von anderen Schatzjägern.

Wir erinnern uns: In der Mitte des vergangenen Jahres, als der Wirbel um den Gotenschatz bei der Salsquelle, bis hinein in die Abendnachrichten des französischen Fernsehens, für Schlagzeilen sorgte, zog Michel Valet  plötzlich die Notbremse. In einen Zeitungsinterview stellte er klar, dass seine Ortsangaben irreführend sind. Ein Eingeständnis, welches uns nun wirklich nicht überraschte. Denn die enge Röhre, welche bis zu einem vermauerten Durchgang führen soll, hinter dem sich angeblich der Eingang in eine unterirdische Kammer befinden würde, endet nach wenigen Metern – aber nicht vor einer Mauer, sondern in einer kleinen Grotte.

Inzwischen ist es wieder ruhig geworden, am Pech d´en Couty. Wir konnten weitgehend ungestört den Spuren weiter nachgehen, denen wir bisher gefolgt waren – den Spuren von Jean de Rignies. Michel Valet und Franck Daffos waren dieser Fährte, wie gesagt, gleichfalls gefolgt und sie hatte die französischen Forscher zum Pech d´en Couty geführt. Wieso aber ausgerechnet zu diesem unscheinbaren Berg, am Eingang ins obere Salstal?

Den alten Urkunden, dem „Dossier Bleue“ und sonstigen Unterlagen, auf die sich die Forscher bei ihrer Suche stützten,  dürfte kaum ein direkter Hinweis auf diesen Berg zu entnehmen sein. Sie müssen auf einem anderen Weg Kenntnis davon erlangt haben, dass die betreffende Stelle für Jean de Rignies von Bedeutung gewesen ist. Schließlich erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass jemand in dieser Wildnis, in schwierigem Gelände, einfach so, auf gut Glück, nach dem Zugang zu einem Schatzversteck suchen würde. Ein Michel Valet bestimmt nicht.

Saline Hotspot Übersicht klein

Für Jean de Rignies war der Berg tatsächlich ein wichtiger Platz. Doch nicht weil sich hier ein Schatzdepot befindet, sondern aus einem anderen Grund. Der Pech d´en Couty – genauer, eine bestimmte Stelle, nahe bei dem Berg – ist so etwas, wie der Schlüssel zum Depot. Von der besagten Stelle aus lässt sich jener Platz anpeilen, an dem sich der Zugang offenbar finden lässt. Jean de Rignies ist davon jedenfalls überzeugt gewesen. Entsprechende Belege halten wir in unseren Händen. Es handelt sich unter anderem um Fotos, die wir auswerteten und mit deren Hilfe wir schließlich den „richtigen“ Platz fanden. 

Grotte du Lumiere (25) klein

Kater Lumiere, der uns auf unserer letzten Exkursion begleitete, an einem der drei Schächte, die in die Tiefe führen. 

Grotte du Lumiere (33) klein

Blick aus der breiten Felsspalte, nach oben. Der Schacht ist momentan nach wenigen Metern in der Tiefe durch herabgestürztes Geröll blockiert, reicht jedoch hinter der Blockade auf jeden Fall noch tiefer.

Lumiertunnel 01 0005

Von der gegenüber liegenden Seite her, verläuft, unterhalb einer Felswand, ein zweiter Schacht auf den oben abgebildeten schtartigen Felsspalt zu. Hier, in diesem Schacht fanden wir, in einer kleinen Höhlung versteckte Gerätschaften. Eimer, Werkzeug und Lampe von Jean de Rignies, der in diesen Schächten, über einen längeren Zeitraum hinweg, intensive Grabungsarbeiten durchführte. Hier - und nicht am Pech d`en Couty!

Grotte du Lumiere (1) klein

Lumiere begutachtet das Werkzeug von Jean de Rignies, den er aus seinen Kindertagen noch kennt und an den er vielleicht noch Erinnerungen bewahrt. Es erscheint uns schon beinahe unheimlich, was dieser Kater an diesem Tag, auf dieser Exkursion, für eine unglaubliche Leistung vollbrachte, welche Strapazen er in Kauf nahm und welchen Risiken er sich dabei aussetzte. Ihm zu Ehren tauften wir die bisher noch völlig unbekannten und nicht registrierten Höhlen, mit denen wir es an der Stelle zu tun haben, auf den Namen Grotte du Lumiere.

Grotte du Lumiere (28) klein

Zum Abruf des Videos, bitte dieses Foto aus dem verstürzten Schcht anklicken...

asmodeus

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