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Die Othanica-Papiere

20. Juli 2016, 10:23am

Veröffentlicht von asmodeus

Detail aus einer der Botschaften
Detail aus einer der Botschaften

Es können gut und gerne fünfundzwanzig oder auch mehr Jahre vergangen sein, seit ich zum ersten mal etwas über das rätselhafte Voynich-Manuskript las. Vermutlich in einem Aufsatz oder in einem Sachbuch. Die Angelegenheit weckte natürlich meine Neugierde. Wenn auch nicht so starkem Maße, daß ich mich mit der Sache intensiv beschäftigen wollte.

Erst vor nicht allzu langer Zeit, nach dem Unterlagen in meine Hände gelangt waren, von denen ich mir für meine eigene Forschungsarbeit etwas verspreche, erinnerte ich mich wieder an das VMS. Denn die besagten Papiere – ich nenne sie die „Othanica-Papiere“ ähneln sowohl dem VMS, als auch den Hampton-Texten, oder dem Rohonczi-Codex. Es besteht nicht bloß große Ähnlichkeit im Schriftbild. Noch markanter erscheinen mir gewisse auffallende Parallelen im jeweiligen Kontext mit den anderen rätselhaften Aufzeichnungen.

Die Othanica-Papiere stammen aus dem Nachlass eines weitgehend unbekannten, ungeachtet dessen jedoch außerordentlich bemerkenswerten Mannes, der von sich behauptete, sowohl mit Dr. Gérard Encausse, besser bekannt als Papus, als auch mit der russischen Zarenfamilie, mit den Romanows, in verwandtschaftlicher Beziehung zu stehen. Geboren 1919, als Jean Charlatte, in Marseille, absolvierte er nach dem Schulabschluss ein Ingenieurstudium. Bei Kriegsausbruch, WK II, zum Militär eingezogen, wurde er zum Piloten ausgebildet und als Jagdflieger (Nachtjäger) eingesetzt.

Gegen Kriegsende geriet er wegen einer dubiosen Geschichte, ins Militärgefängnis. Seine Kameraden setzten sich für ihn ein und erreichten es, dass General DeGaulle sich des Falles persönlich annahm. Das Urteil wurde aufgehoben und Jean Charlatte galt danach als rehabilitiert. Kontakte zwischen ihm und dem General und späteren Ministerpräsidenten DeGaulle, bestanden offenbar noch für eine ganze Zeit weiter.

Nach dem Krieg, Aufenthalt in Italien, wo sich Jean am Konservatorium von Mario del Monaco zum Opernsänger ausbilden ließ.

Auf dem Konservatorium erreichte ihn ein Angebot aus Frankreich, von einer großen Bühne, die ihn als Wagnerinterpret verpflichten wollte. Dieses verlockende Angebot zerschlug sich jedoch in der Folge. Da seine alten Kontakte zum Verteidigungsministerium immer noch bestanden, wurde Jean de Rignies, wie er sich inzwischen nannte, in seinem Beruf als Straßenbauingenieur tätig, und arbeitete hin und wieder auch an Projekten für das Ministerium. Im Rahmen dieser Tätigkeit verschlug es ihn nach Kanada, das er jedoch schon bald wieder verließ, um sich in Marokko niederzulassen. Dort baute er zwei Jahre lang Straßen, bis im Jahr 1963 der langanhaltende, ergebnislose Grenzkrieg zwischen Marokko und Algerien ausbrach, wegen dem Guy Marokko verlassen musste, und dabei alles verlor, was er sich bis dahin erarbeitet hatte.

Zuvor jedoch erlebte Jean de Rignies, im Jahr 1962, ein ganz besonderes Abenteuer. Der erste Vorfall, der in einem direkteren Zusammenhang mit der eigentlichen Geschichte, um die es hier geht, zu stehen scheint. Gemeinsam mit einem Kollegen war er unterwegs von Quarzazate nach Ait-ben-Haddou. Sie wollten Vermessungsarbeiten für das Straßenprojekt, die heutige Fernstraße P 1506, im Ounila-Tal durch. Mitten in der Wüste sahen die zwei Männer in einiger Entfernung ein Fahrzeug stehen, bei dem sich mehrere Personen bewegten. In der Annahme, dass sich eine Panne oder ein Unfall ereignet hätte, fuhren die Beiden auf jene Stelle zu. Als sie sich dem Fahrzeug näherten, gewannen sie mehr und mehr den Eindruck, dass hier irgend etwas nicht zu stimmen schien. Denn je deutlicher sie dass das Fahrzeug erkennen konnten, um so fremdartiger wirkte es. Es glich keinem anderen Objekt, welches sie jemals zuvor gesehen hatten Schien weder ein Flugzeug noch ein Landfahrzeug zu sein. Hatte am ehesten noch Ähnlichkeit mit einem Schiff, welches aber hier, mitten in der Wüste, völlig fehl am Platz gewesen wäre.

Eine der fremden Personen kam ihnen auf dem letzten Stück entgegen. Ihn sprach Guy an und fragte, ob die Männer Hilfe benötigten. Das verneinte der Fremde. Alles wäre in Ordnung, sie hätten wegen eines Navigationsfehlers landen müssen, um sich zu orientieren. Guy öffnete seine Kartentasche, entnahm ihr eine Landkarte und überreichte sie dem Fremden, der nur eine kurze Erklärung benötigte, bis er begriffen hatte, worum es sich bei dieser Zeichnung handelte. Seine weiteren Fragen ließen aber Interesse an Geographie und Astronomie gleichermaßen erkennen. Dann zog er seinerseits einen Gegenstand aus seiner Kleidung hervor, den Guy als einen dünnen Bogen silbern glänzender Metallfolie beschrieb. Mit dieser Folie bedeckte der Fremde Guys Landkarte, für einen kurzen Moment, faltete die Folie anschließend wieder zusammen und gab Guy dankend die Landkarte zurück. Wir würden diesen Vorgang heute als einen Scan erkennen und uns weitaus weniger darüber wundern, als ein Mann, der so etwas in den 50er Jahren schon beobachten konnte.

Ziemlich verdutzt stellte Guy während des Wortwechsels fest, dass der Fremde überhaupt nicht gesprochen hatte. Er hatte weder den Mund bewegt, noch sonst eine Lautäußerung von sich gegeben. Trotzdem aber Guys Fragen beantwortet. Der Fremde schien irgend eine Art telepathische Kommunikation zu beherrschen. Während des gesamten Vorfalls verspürten Guy und sein Freund zu keiner Zeit Angst. Sie fühlten sich nicht bedroht stießen nicht einmal auf Ablehnung. Merkten aber, dass die Fremden keine Erklärungen irgend welcher Art abgeben wollten. Guy verzichtete aus diesem Gefühl heraus darauf, neugierige Fragen zu stellen. Vom Inhalt des ohnehin nur sehr kurzen Gesprächs mit dem Fremden blieb Guy nur eine Bemerkung fest im Gedächtnis haften, die der Fremde gewissermaßen zum Abschied, an Guy gerichtet machte: „Wir werden uns wahrscheinlich noch einmal begegnen.“ Dann stiegen die Fremden in ihr Fahrzeug und flogen davon. Erst in dem Moment wurde dem ehemaligen Piloten Guy eindeutig klar, dass das seltsame Fahrzeug der Fremden ein Flugobjekt war.

In seinem Arbeitsbericht, für die "Société Générale d´Etudes de Travaux d´Irrigation au Maroc" (S.O.G.E.T.I.M.), schilderte Jean de Rignies wahrheitsgemäß den Vorfall. Doch bei seinem Arbeitgeber löste er damit, wie kaum anders zu erwarten, lediglich Befremden aus. Die Angelegenheit wurde unter den Tisch gekehrt und Jean hielt es für klüger, keine Affäre daraus zu machen, zumal die Geschichte ja nichts mit seinen eigentlichen Aufgaben als Ingenieur nichts zu tun hatte.

Doch ein anderes Ereignis sollte bestimmend für seinen weiteren Lebensweg werden. In einer Vision erteilte ihm sein spiritueller Führer, Maître Philippe de Lyon, den Auftrag, nach Frankreich zurück zu kehren, um dort, in den Pyrenäen, einen Ort zu suchen, an dem, markiert durch eine salzige Quelle, ein Château und eine Klosterruine, die alte Tempelstadt Othanica auf ihre Wiederentdeckung warten würde. Dieses Othanica sei, Jean de Rignies zu folge, eine atlantische Gründung.

Zurück gekehrt, nach Paris, gelang es ihm, einige seiner alten Kotakte ins Ministerium wieder anzuknüpfen. Dann trat ein Schweizer Investmentunternehmen an ihn heran, in dessen Auftrag er einen Yachthafen an der Mittelmeerküste projektieren sollte. In Frankreich kam es jedoch bald darauf zu innenpolitischen Verwicklungen, die u.a. dazu führten, dass sich der Schweizer Investor zurückzog. (Zwischen 1967 und 1969 geriet de Gaulle zunehmend in innenpolitische Schwierigkeiten; nach der Niederlage bei einer Volksabstimmung über die Verwaltungsreform Frankreichs trat er 1969 zurück.) Guy blieb auf seinem fast fertigen Projekt sitzen, und sah für die immense Entwicklungsarbeit, die er geleistet hatte, und für die Kosten, die ihm dabei entstanden waren, keinen einzigen Sou.

Zu diesem Zeitpunkt geriet ihm de Sèdes erstes Buch „L’Or de Rennes-le-Château“ in die Hände. Das Buch war der Auslöser für eine Reise, nach Rennes-le-Château, das Guy, in der damaligen wilden Goldgräberzeit, kennen lernte. Er ließ sich zunächst im benachbartren Rennes-le-Bains nieder, und widmete sich den Rätseln und Geheimnissen der Region. Im Jahr 1970 meinte er schließlich eben jenen Ort gefunden zu haben, den ihm Maître Philippe gewiesen hatte. Von nun an, konzentrierte er sich auf die Erforschung und Erkundung dieses Platzes. Und dieser Platz an der Sals-Quelle scheint es, im wahrsten Sinne des Wortes, in sich zu haben. Jean de Rignies vertrat bis zu seinem Tode die felsenfeste Überzeugung, dass er hier, in dem Tal, in dem er lebte, tatsächlich die Überreste des atlantischen Othanica vorgefunden hat. Zwei unterirdische Tempelanlagen, Grabstätten von Riesen und die Überreste von anderen Objekten, die einstmals zu eben jener atlantischen Kolonie gehört haben sollen.

Doch damit nicht genug, soll sich hier im Untergrund überdies auch noch eine extraterrestrische Basis befinden, mit deren Kommandanten Jean de Rignies Kontakt gehabt haben will. Im Verlaufe mehrerer Begegnungen hätte dieser Kommandant, der sich Lilor nannte, dem Menschen Jean de Rignies Wissen übermittelt.

Die Othanica-Papiere scheinen also Ergebnisse der Kommunikation zwischen Jean de Rignies und Lilor zu sein. Jean de Rignies führte seine Forschungsarbeiten bis zu seinem Tod, im Jahr 2001, weiter fort, und hinterließ außer den Erinnerungen an einen großartigen Mann, ein Archiv mit Ergebnissen seiner dreißigjährigen Forschungsarbeit. Ab dem Jahr 2003 übernahm ich Jeans Erbe. Renée Vanooteghem, seine langjährige Lebensgefährtin, betrachtete mich als Jeans Nachfolger und seit dieser Zeit setze ich das Werk von Jean de Rignies fort. In diesem Blog unternehme ich nun den Versuch, meine diesbezüglichen Erfahrungen, Erlebnisse und Beobachtungen nieder zu schreiben. So viel, oder so wenig, zu dem Hintergrund, vor dem die Othanica-Papiere zu sehen sind.

Udo Vits

Eine der atlantischen Botschaften

Eine der atlantischen Botschaften

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