Overblog Folge diesem Blog
Edit page Administration Create my blog
schatzsucher.over-blog.de

Eine Pyramide im Land der Katharer?

, 12:49pm

Veröffentlicht von udo vits

Eine Pyramide im Land der Katharer?

Sollte sich meine Vermutung bewahrheiten, könnte sich im Lande der Katharer und der Tempelritter möglicherweise eine wahrhaft sensationelle Entdeckung anbahnen. Handelt es sich bei dem Berg bei Quillan, mit seiner typischen Pyramidenform. also vielleicht tatsächlich um eine Pyramide?

Blick auf die "Pyramide", aus Richtung S/W, Standpunkt in den Felswänden, weit oberhalb der Gorge de Pierre Lys

Blick auf die "Pyramide", aus Richtung S/W, Standpunkt in den Felswänden, weit oberhalb der Gorge de Pierre Lys

Position der Formation, in der für Pyramiden üblichen Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen

Position der Formation, in der für Pyramiden üblichen Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen

Wie kann es aber sein, daß solch eine markante Bergformation, in ihrer so deutlichen und klaren Pyramidenform, bisher offenbar überhaupt nicht als eine typische Pyramide erkannt worden sein soll?

Es ist kaum zu glauben. Da steht, völlig unendeckt, am Rande einer Kleinstadt, eine etwa 110m hohe Pyramide, von der niemand weiter Notiz nimmt. Und doch verhält es sich so. Ich bin ja selbst, im Verlauf von fünfzehn Jahren, unzählige Male an dem Berg vorbei gefahren und zu Fuß in seiner Nähe unterwegs gewesen, ohne jemals bewußt wahr zu nehmen, was ich da vor Augen hatte. Unmöglich zu sagen, wie oft ich auf dem Rückweg von Andorra, oder aus der Gegend, um den Montségur, auf der D117, oberhalb von Ginoles, einen Stop einlegte, um das märchenhaft anmutetende Bild von Quillan zu betrachten.

Blick, über den Talkessel von Quillan, zur Gorge de Pierre Lys

Blick, über den Talkessel von Quillan, zur Gorge de Pierre Lys

Dieses Foto veranschaulicht aber auch worin die wesentliche Ursache dafür zu finden ist, daß man die Pyramide tatsächlich ganz einfach übersieht. Inmitten einer Gruppe gleichartig aussehender Berge, welche die Pyramide weit überragen, unterscheidet sie sich auf den ersten Blick lediglich durch geringere Höhe von den anderen Bergen. Erst bei genauerem Hinsehen, von einer gegenüber liegenden Position aus, fallen dem Betrachter weitere Unterschiede auffallen. Denn da gibt es gravierende Unterschiede. Um nun aber einen freien Blick von der entgegen gesetzten Position zu erlangen, wie auf dem Titelbild, mußte ich zuerst einmal beträchtliche Hindernisse zu überwinden. Hindernisse, in Form von steilen Felswänden, welche die Gorge de Pierre Lys bilden (Gorge = Schlucht). Doch unten, in der Ebene ist nun mal schwierig, den richtigen Berg, inmitten all der anderen Bergsilhouetten zu erkennen. Das gelingt nur von wenigen Stellen aus einigermaßen. Aber auch der Panoramablick, wie auf dem obigen Foto, bietet sich nur von ganz bestimmten, wenigen Positionen aus - und die befinden sich sehr weit oben, in den Felswänden, über der Gorge de Pierre Lys.
Weil ich es unbedingt genauer wissen will, bin ich also am vergangenen Sonntag dort hinauf gestiegen. Zuerst, von Belvis aus, zum Belvedere du Diable, und weil die Pyramide von dem winzigen Plateau aus, immer noch nicht im Blickfeld liegt, noch viel weiter hinauf. Bis ich dann endlich einen Aussichtspunkt fand. Weder ein paar Meter zuvor, noch wenige Meter danach gab es Sichtkontakt. Man muß sich wirklich nicht darüber wundern, daß die Pyramide bisher kein Aufsehen erregt hat. 

Schuß und Gegenschuß auf die Pyramide

Schuß und Gegenschuß auf die Pyramide

Wie schon erwähnt. fallen einem aufmerksamen Betrachter bestimmte Auffälligkeiten erst auf, wenn es ihm gelingt, eine Position einzunehmen, die für gewöhnlich kaum jemand erreicht. Und Forstarbeiter oder Jäger, die gelegentlich. dort oben, in den Steilhängen unterwegs sind, denken verständlicherweise zuletzt an Pyramiden. Selbst wenn jemand zufällig solch einen Blick auf die Pyramide erhascht, wird er den Gedanken daran, daß er mit diesem namenlosen Berg wirklich eine Pyramide vor seinen Augen hat, sofort von sich weisen - eine Pyramide, hier, in Mitteleuropa - ausgeschlossen!

Aber warum sollte das eigentlich ausgeschlossen sein?

Könnte es stat dessen nicht sein, daß der Berg zwar keinen Namen hat, weil es zu viele ganz ähnlich aussehende Berge, so dicht gedrängt, am Ort gibt. Womit wir schon bei einer der verschiedenen Merkwürdigkeiten angekommen wären. Quillan ist eingebettet, in eine malerische Berggruppe. Alles spitze Kegel. Diese Form ist charakteristisch, und verleiht den Ortschaften dort ihren ganz besonderen Reiz. Unschwer deutlich zu erkennen, ist nun aber eben gerade die Pyramidenform des Berges, während alle anderen, um ihn herum, kegelförmig sind, also rundlich. Folglich darf man wohl den logischen Schluß ziehen, daß außer den Naturkräften, welche alle Berge dieser Gruppe gemeinsam gleichartig formten, bei der Pyramide noch eine weitere Komponete hinzu gekommen sein muß, die dem einen Berg eine vollkommen andere Geometrie verpasste. Davon darf man nicht bloß, davon muß man ja wohl sogar ausgehen. 

Doch es gibt noch ein weiteres schwer wiegendes Indiz dafür, daß dem pyramidenförmigen Berg in früherer Zeit eine ganz besondere Bedeutung zugekommen sein muß. Kein geringerer, als Cassini selbst, dokumentierte die eigenartige Pyramide in einer seiner berühmten Landkarten.

Seit dem Jahr 1740 waren die Cassinis mit Vermessungen in der Region aktiv. Die Rede ist von der Geschichte einer epochemachenden kartographischen Leistung, die von Jean-Baptiste Colbert und Ludwig XIV. in Auftrag gegeben und unter Ludwig XV. mit der Fertigstellung der ersten Generalkarte Frankreichs vollendet wurde. Mit der Anfertigung dieser Karte, die 1666 nach der Gründung der Akademie der Wissenschaften begann, legten mehrere Generationen der Familie Cassini den Grundstein für die moderne Kartographie.

Seit dem Jahr 1740 waren die Cassinis mit Vermessungen in der Region aktiv. Die Rede ist von der Geschichte einer epochemachenden kartographischen Leistung, die von Jean-Baptiste Colbert und Ludwig XIV. in Auftrag gegeben und unter Ludwig XV. mit der Fertigstellung der ersten Generalkarte Frankreichs vollendet wurde. Mit der Anfertigung dieser Karte, die 1666 nach der Gründung der Akademie der Wissenschaften begann, legten mehrere Generationen der Familie Cassini den Grundstein für die moderne Kartographie.

Ausschnitt, aus der Cassini-Karte, mit deutlich hervor gehobener Pyramide bei Quillan

Ausschnitt, aus der Cassini-Karte, mit deutlich hervor gehobener Pyramide bei Quillan

Dazu muß gesagt werde, daß die alten Cassini-Karten sich durch ihre außerordentliche Sparsamkeit im Umgang mit Beschriftungen und Markierungen auszeichnen. Beschriftet und markiert wurden ausschließlich Orte und Landschaftsmerkmale von größerer Bedeutung, wie auf dem hier gezeigten Kartenausschnitt Quillan gut abzulesen ist. Besonders deutlich zu erkennen ist jedoch die Darstellung des "namenlosen Berges" in seiner Form als Pyramide. Während alle anderen, zumeist sehr viel größeren Berge in der gesamten Landschaft lediglich ganz schematisch im topografischen Muster gezeichnet sind, wird die Pyramide als solche heraus gestellt. Dafür muß es selbstverständlich triftige Gründe gegeben haben. Worin diese Gründe bestanden haben mögen, kann gegenwärtig nur vermutet werden. Doch, daß die Pyramidenform des Berges hauptsächlich zugrunde liegt, das darf wohl mit einiger Sicherheit angenommen werde. Ich möchte sogar der Auffassung sein, daß nicht einfach nur die pyramidenähnliche Form des Berges für Wissenschaftler, die ganz Frankreich akribisch vermessen haben, die unzählige bizarrst geformte Berge und Felsen sahen, alleine nur von einer bloßen Ähnlichkeit dieses einen Berges mit einer Pyramide, so schwer beeindruckt gewesen sein sollen, daß sie ihm besondere Ehren zukommen ließen. Nein, sie müssen gewusst haben, daß es mit diesem Berg eine ganz besondere Bewandtnis hat. Wussten sie vielleicht, daß dort, unter Dickicht und Schutt, eine wirkliche Pyramide darauf wartet frei gelegt zu werden?  

Besteht die herausragende Besonderheit der Pyramide von Quillan möglicherweise auch in in ihrer einzigartigen Form als Dreiecks-Pyramide?

Besteht die herausragende Besonderheit der Pyramide von Quillan möglicherweise auch in in ihrer einzigartigen Form als Dreiecks-Pyramide?

Eine Pyramide im Land der Katharer?