RLC Höhlen - Trou Carla (C3 und C4)
Trou de Carla 3 (C 3)
ZUGANG
Das Loch der Carla befindet sich auf dem Plateau von Rennes-le-Château, in der Nähe des Bauernhofes Le Carla. Man gelangt über eine Piste dahin. Von dort ist eine Zufahrt in Richtung des Wiesengrundes, wo sich das Eingangsloch, auf dem Feldrand in der Nähe eines kleinen Grabens befindet. Der Eingang wird durch ein Gitter geschützt.
BESCHREIBUNG
Man steigt leicht einen Absatz 4 m tief hinab. Dort beginnt ein niedriger Gang in den massiven Felsen. Früher fast unpassierbar, ist er spätervergrößert worden, um einen komfortabeleren Durchgang zu erhalten. Nach 5 m von der Rampe aus dringt man in einen geräumigeren Gang ein, der aber trotzdem vergleichsweise winzig bleibt. Es handelt sich in der Tat um das Bett eines zeitweiligen Abflusses, gewiß das Oberwasser der Grotte Carla, welches seinen Zufluß etwa hundert Meter weiter im Norden haben muß. Man kann in der leicht abfallenden Spalte etwa zehn Meter weit (- 5 m), vordringen.
Eine andere parallele Spalte erlaubt einige zusätzliche Meter, aber auch hier kommt man nur sehr mühsam voran... In Richtung des Avals wird die Galerie immer enger. Sie verläuft 20 m abschüssig in Richtung Norden (- 5,60 m), verengt sich dann sehr beträchtlich und scheint sich später nach links zu richten, immer enger werdend (15 cm ungefähr...). Daß dieser Hohlraum, wie in der Grotte Le Carla, oft beträchtliche Mengen Kohlendioxid aufweist, versteht sich von selbst. Vorsicht also!
GESCHICHTE
Dieser Hohlraum ist auch seit sehr langer Zeit, insbesondere unter den Einwohnern der näheren Umgebung, bekannt. Trotzdem erfuhren die spéléos erst in den siebziger Jahren von ihrer Existenz. Schafften es aber damals noch nicht, sie zu lokalisieren. Der derzeitige Eigentümer, Herr Gérard Moreau, kannte sie auch und ließ ein Mitglied seiner Familie dort herabsteigen. Es könnte sein, daß Laurent Hermand (SCA), die Höhle ebenfalls, unabhängig von den anderen entdeckt hat, und es heißt, daß er vor etwa fünfzehn Jahren hineingegangen sei. Er wäre durch einen Siphon aufgehalten worden. Die zwei Enden scheinen unüberwindlich.
GEOLOGIE:
Lithographischer Kalkstein, rognacien Maastrichtien.
Carla 4 (C 4)
ZUGANG:
Zum Loch der Carla (C 3), dann im Dickicht etwa hundert Meter in Richtung Südwesten weitergehen. Der Zusammensturz befindet sich im Rand einer kleinen Kalksteinwand. Ist ohne GPS nicht leicht zu finden.
BESCHREIBUNG:
Es handelt sich um einen einfachen Zusammensturz von 2 m Tiefe, der durch einen niedrigen Gang verlängert wird, welcher erst noch vergrößert werden müßte.
GESCHICHTE:
Vielleicht schon vorher bekannt, aber im Jahre 1991 durch C. Bès entdeckt.
GEOLOGIE:
Lithographischer Kalkstein, rognacien Maastrichtien.
Bitte unbedingt beachten...!
Die Carla-Höhlen befinden sich alle auf einem Terrain, welches in Privatbesitz ist. Der Eigentümer, Mr Moreau, verweigert Besuchern nicht grundsätzlich den Besuch der Höhlen. Er möchte jedoch auf jeden Fall von Besuchern über deren Absichten informiert werden. Es handelt sich hier nicht nur um die Beachtung einfacher Anstandsregeln, was ja ohnehin als selbstverständlich vorausgesetzt werden darf. Besucher auf dem Gelände bleiben in aller Regel nicht unbeobachtet.
Besucher, welche eine Erlaubnis des Eigentümers eingeholt hatten, sollten es am Ende ihrer Exkursion nicht versäumen, sich wieder abzumelden, damit nicht unnötigerweise eine Rettungsaktion eingeleitet wird.
asmodeus