Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
schatzsucher.over-blog.de

Es muss nicht immer Gold sein...

4. April 2011, 12:40pm

Veröffentlicht von asmodeus

IMAG0051.JPGIm Allgemeinen gelten alle Höhlen und Grotten in der unmittelbaren Umgebung von Rennes-le-Château als unergiebig für den Schatzsucher, weil sie bereits unzählige Male bis in ihre letzten Winkel untersucht worden seien. Aber – gilt das wirklich so uneingeschränkt? Und gilt das auch für den Aven du Maquis? Wenn überhaupt, dann kann das doch lediglich auf die heute noch zugänglichen Bereiche zutreffen. Die Höhle, genauer das Höhlensystem, diente den örtlichen maquisards[1] während der Okkupationszeit als Unterschlupf und als Waffen- und Materialdepot. Mit großer Wahrscheinlichkeit gehörte dieses Depot zu jenen Reservedepots, welche auch nach Kriegsende aus ganz bestimmten Gründen noch lange Zeit nicht geräumt worden sind. Solche Depots existierten in ganz Frankreich bis zum Ende der 80er Jahre. Aufgrund der Tatsache, daß der Aven du Marquis aber kurz nach Kriegsende durch eine Sprengung verschlossen worden ist, muß davon ausgegangen werden, daß diese Maßnahme dazu dienen sollte, den Inhalt des Depots vor jedem Zugriff zu sichern. Es ist nur sehr schwer vorstellbar, daß die Sprengung einen anderen Grund gehabt haben soll. Wäre es lediglich darum gegangen, ein gefährliches Loch zu verschließen, dann hätte man damals aus eben diesem Grunde sicherlich andere, weitaus gefährlichere Löcher, gleichfalls auf diese oder andere Weise verschlossen. Vereinzelt sind in früherer Zeit tatsächlich senkrecht in die Tiefe führende Höhlengänge (Aven) von den Hirten mit Geröll verstopft worden, damit keine Tiere darin verloren gehen konnten. Zum Beispiel der Aven des Caparruts. Doch so etwas geschah, wie gesagt, nur selten und im Falle des Capparuts nicht etwa nach dem Krieg, zeitgleich mit dem Aven du Maquis, sondern in viel früherer Zeit. Und Hirten verwenden keine Sprengstoffe. Kurz, für die Verbarrikadierung des Aven du Maquis muß ein sehr triftiger Grund vorgelegen haben. Der kann nach unserer Auffassung nur darin bestehen, dass etwas verborgen werden musste. Da der Aven zwischenzeitlich nie mehr geöffnet worden ist – entsprechende Aktivitäten hätten unmöglich unbemerkt bleiben können – könnte das, was damals verborgen worden ist, heute immer noch in seinem Versteck liegen. Dieses Geheimnis will also auf jeden Fall erst noch gelüftet werden. Leider besteht dabei für Schatzsucher dasselbe handicap, wie für die Hüter des Depots (mit denen man auch nach so langer Zeit noch rechnen sollte) – jeder Versuch, den Aven zu öffnen würde unweigerlich bemerkt und dann entweder unterbunden oder zum Fundverlust führen.  Mit dem sogenannten „Schatz von Rennes-le-Château“ hat diese Affäre allerdings kaum etwas zu tun. 

Aven Caparruts Topo Dennoch halten wir es für statthaft, über den möglichen Inhalt des Depots nachzudenken:

Selbstverständlich denkt ein jeder zuerst einmal an Waffen und militärische Ausrüstungsgegenstände, die früher sicherlich auch den größten Teil des eingelagerten Materials ausmachten – vielleicht aber nur vom Volumen her den größten Teil.

Wie das zu verstehen ist?

IMAG0054.JPGUrsprünglich, während der Okkupationszeit, sind die maquisards natürlich auch in erster Linie mit Waffen und Munition versorgt worden. Anderes kam als Beutegut hinzu. Doch schon an diesem Punkt muß es erlaubt sein, darüber nachzudenken, ob sich unter diesem Beutegut nicht auch Dinge ganz anderer Art, als nur Waffen, Munition und Ausrüstung befunden haben könnten...?

Spätestens im Zusammenhang mit solchen Überlegungen drängt sich noch eine weitere, vielleicht sogar eine entscheidende Frage auf.

Warum eigentlich meinten die ehemaligen maquisards, sie müssten den Höhleneingang mittels einer Sprengung unzugänglich machen?

Darauf kann es letztlich nur eine einzige zufriedenstellende Antwort geben, die jeder für sich unschwer selber finden wird.

Wir gehen deshalb davon aus, dass in den unzugänglichen, tiefen Bereichen jenes Höhlensystems, zu dem der Aven du Maquis führt, noch heute Dinge verborgen liegen müssten, die jedem Zugriff dauerhaft entzogen werden sollen.[2] Hier bestünde also tatsächlich noch immer Aussicht darauf. bemerkenswerte Funde zu machen. 

 Warum nicht vielleicht auch in der Nähe von Rennes-le-Château?

Hier diente übrigens nicht nur der Aven Paris allein den maquisards als Versteck. Wie wir zwischenzeitlich in Erfahrung brachten, diente der alte Bergwerkskomplex von Les Encadados ebenfalls diesem Zweck – und wurde nach dem Krieg genau so, wie der Aven Paris unzugänglich gemacht.

 

asmodeus

 

 

 

 

 



[1] Maquisards – nannten sich die jene Franzosen, die während des WK II als Guerillas gegen die deutschen Besatzer kämpften

[2] Mehr darüber, in dem Buch von U. Vits, „Der Muezzin von Rennes-le-Château“, Ancient Mail Verlag, 2006

[3] der Radius eines ungefähren imaginären Kreises rings um Rennes-le-Château. Wobei dieser Radius der Strecke entsprechen soll, die von einem kräftigen und zielstrebigen Mann, wie z.B. dem Abbé Saunière, auf einem Tagesmarsch zu bewältigen sein könnte


Kommentiere diesen Post