Das Varache-Dossier
Forschungsbericht über die Domaine de la Sals
Relevante Auszüge aus den Départements-Archiven und den Archives-Nationales
Geschichte des Sals-Tales, der Sals-Quelle,
und von SOUGRAIGNE - SOUGRAGNE - SOYRIANA
Oberfläche im Jahr 1869 - 1092 Hektar und 6 are.
(Laut René Descadeillas: "Die Oberfläche, in den Zählungen gegeben, ist falsch. Das Tal und Wälder von Bourrasset enthalten ungefähr 400 ha.")
Pfarrkirche St. Etienne, alte Diözese von Alet
Wert erster urkundlich erwähnter Kaufpreis - 3 Stangen Gold
Sougraigne gehörte ursprünglich zu der Baronie von Bugarach, deren Gerichtsbarkeit die Ortschaft unterstand.
Das Dorf Sougraigne ist zum erstenmal im Assignat von 1231, zugunsten des Pierre de Voisins, Herr von Bézu, erwähnt.
Im 5. Jahrhundert, Das Reich der Wisigoten umfaßt alles, was später das Languedoc werden wird.
Im 7. Jahrhundert, die Franken setzen ihre Eroberungen fort und besetzen Narbonne. Bald beschränkt sich das Reich der Wisigoten nur noch auf das Razès, von dem die Hauptstadt Rhedae (heute Rennes-le-Château), Schlüssel der Verbindung mit Spanien ist. Die spanische Grenze verläuft 3 Kilometer hinter Esperaza.
Rhedae wird ein befestigter Platz, und unter den Schlössern der Gegend trägt das bekannteste den Namen von Blanchefort.
Im 12. Jahrhundert, Um das Château Blanchefort entbrennt ein Kampf ohne Pardon, zwischen seinem Herren, Bertrand de Blanchefort, und der Benediktiner-Abtei von Alet, die es sich anzueignen gedenkt.
1119 greift der Papst Calixt II persönlich in den Rechtsstreit ein und entscheidet zugunsten der Abtei.
Bertrand de Blanchefort nimmt die Waffen, und nach elf Kampfjahren, zwang er 1130 den Papst nachzugeben,
Zwischen 1132 und 1137 machen Arnaud, Bertrand und Raimond de Blanchefort, eine Spende an den Templeorden, dem sie von da an die Lehen Pieusse, Villarzel und Esperaza überlassen.
1147 richten sich Templiers am Bézu und im ganzen Aude ein, auf einem Gebiet, das vom Haus de A'Niort abgetreten wurde. Die Templiers siedeln sich also im Razès Dank ihren Verbindungen zu zwei bedeutenden Familien des Landes, den Blanchefort und den A'Niort, an.
1156 wählt der Templeorden einen neuen Großmeister, einen Bertrand de Blanchefort. (In Wirklichkeit handelte es sich um einen Bertrand de Blanquefort, U.V.)
1210 während des Kreuzzuges gegen die Katharer, wurde das Château de Blanchefort von den Armeen des Simon de Montfort zerstört. Es verfiel seitdem mehr mehr. Sénéchal von Simon de Montfort, für das Razès, war Pierre de Voisins.
1215 Simon de Montfort gibt den Grundbesitz von Rennes, von Blanchefort und von Campagne sur Aude, als Lehen an Pierre de Voisins, auf Kosten der Familie de A'Niort, die während zwei Generationen auf Seiten der Katharer, unter der Fahne von Toulouse kämpfte. (Assignat des Pierre de Voisins, nach einem Urkunde von Louis VIII).
1237 Simon de Montfort läßt die A'Niort als Ketzer von einem Gericht zum Tode und zur Beschlagnahme ihrer Güter verurteilen. Aber gegen jede Erwartung erhalten die A'Niort ihre Freiheit, und einen Teil ihres Landes zurück.
1243 Occitanien verliert seine Unabhängigkeit. Vor dem Fall von Montségur verwickelt sich ein Mann in mysterieuse Machenschaften zwischen Pierre Roger von Mirepoix, dem Grafen von Toulouse, und der Königin Blanche de Castille. Dieser Mann ist Ramon de A'Niort.
14. März 1244 Der Widerstand von Montségur wird überwunden. Im selben Jahr soll Pierre de Voisins seine Ländereien im Aude an die Templiers zurückgeben.
1247 Er soll weiteren Grundbesitz an Ramon de A'Niort, auf Anweisung von König Louis IX, zurückgeben, nachdem Ramon de A'Niort bei Hof wieder zugelassen ist.
1280 Blanche de Castille, ist nach Rennes geflüchtet, und hält sich bei Paul de Voisins auf.
1283 Philippe III "le Hardi" hält sich im Razés mit seinem fünfzehnjährigen Sohn, dem späteren König Philippe dem Schönen, auf. Er residiert zuerst auf den Ländereien der Templiers im Aude, dann in Brenac, bei den A'Niort. Der junge Philippe freundet sich mit den jungen Herren Ramon und Udaut de A'Niort an.
1285 König Philippe le Hardi stirbt, und sein Sohn, Philipp der Schöne besteigt den Thron.
13 Oktober 1307 Alle Templiers im Königreich Philipps werden arrestiert, außer den Templiers vom Bézu, deren Lehen im Roussillon, außerhalb der Gerichtsbarkeit des Königes von Frankreich, auf dem Grundbesitz der Voisins gelegen ist.
1319 12 Jahre nach der Zerstörung des Ordens, verschwinden die letzten Templiers von Bézu unter mysterieusen Umständen.
1422 Die Familie de Voisins verbindet sich mit der Familie von Hautpoul, und ab dem 15. Jh. ist schließlich aller Grundbesitz, auf dem sich die vorherigen Ereignisse abspielten, in denselben Händen vereinigt.
1635 Der Grundbesitz von Sougraigne, ist Eigentum von Jean de Montesquieu ) und zu diesem Grundbesitz, gehörte das Vallée de Salines, zusammen mit einem großen Teil des Gebietes von Sougraigne. Alles war Brachland.
23. November 1644 Francois Pierre de Hautpoul, Baron von Rennes, setzt sein Testament, bei Herren Captier, Notar in Esperaza auf, und hinterlegt es dort, zusammen mit allen Unterlagen, die die Übergabe der Lehen und Titel nachweisen, die er seit dem 11 Jh. besitzt. Seine Erben werden niemals in den Besitz von dem Testament und den Unterlagen kommen können. Alles ist verschwunden.
1752 Francois de Montesquieu ließ das Land urbarmachen und schuf die Domaine de la Sals. Die Kommune von Sougraigne schloß das Gut ihrem Territorium an und trug es in den Gemeindeurkunden ein.
Francois de Montesquieu strengte einen Prozeß an , um diese Entscheidung anzuzfechten, wie aus den noch existierenden Unterlagen hervorgeht, in denen er den Rechnungshof in Montpellier, bezüglich finanzieller Hilfen anrief, was zur Transaktion vom 2. März 1763 führte. Die Einwände der Kommune wurden zurückgewiesen.
Es ist anzumerken, daß Jean de Montesquieu gewisse Privilegien von Pierre de Voisins geltend machen konnte und auch bestätigt bekam, die 1307 von Bézu, für die Bewohner von Sougraigne gewährt wurden, und die insbesondere darin bestanden, im Wald Holz für die Heizung zu schlagen und in allen Wäldern, im Bereich von Bourrasset Bauholz zu entnehmen. Vor der Revolution fertigten im Wald von Bourasset für die Adligen deutsche Glasmacher "Blaues Glas" an.)
Francois Montesquieu würdigte den Baron de Coustaussa, de Roquefort und de Bugarach, als die Lehnsherren von Coustaussa, und den Bischof von Alet, seinen Lehnsherren.
Anfang 1769 bei seinem Tod hinterließ Francois von Montesquieu als einzige Erbin, seine Schwester, Marie de Montesquieu, Gattin von Pierre de Hautpoul Seyre, Sohn des Hyazinthe d'Hautpoul de Roquefort und Enkel von Blaise d'Hautpoul de Rennes, Kavalleriekapitän, Ritter des Heiligen Louis, Herr von St. Just, der später ein Marquise d'Hautpoul und ein Baron der Stände der Provinz wurde.
1780 Einhundertdreißig Jahre nach dem Verschwinden kommt das Testament des Francois Pierre de Hautpoul, bei einem anderen Notar von Esperaza, bei Mr. Jean Batiste Siau, wieder zum Vorschein.
Daraufhin bittet Pierre d'Hautpoul de Seyre, Gatte von Marie de Montesquieu, um nähere Auskunft. Er bekommt vom Notar die schriftliche Antwort: " Es gäbe keine Veranlassung zur Vorsicht von meiner Seite, hinsichtlich eines Testamentes mit so großen Folgen ". Dann verschwinden das Testament und die Unterlagen erneut.
1781 Die Unterlagen wären angeblich Marie de Negri d'Ables, Witwe des Francois de Hautpoul-Blanchefort, Sohn des Francois Pierre de Hautpoul, Autor des Testamentes übergeben worden.
Zum Zeitpunkt des Todes von Marie de Negri d'Ables trug den Titel der Marquis Paul Francois Vincent de Fleury, Gatte von Gabrielle d'Hautpoul, Tochter des Francois de Hautpoul und von Marie de Negri d'Ables. Er nahm den Titel eines Marquis de Fleury-Blanchefort an.
1789 Der Marquis de Fleury ging den Weg in die Verbannung. Die Revolution drohte. Der Verbindung zwischen Marie de Montesquieu und Pierre d'Hautpoul de Seyre, entsprossen zwei Söhne, Pierre d'Hautpoul und Gabriel d'Hautpoul.
02. Dezember 1799 ( 2 Prairial des An VII), Verkauften Pierre und Gabriel d'Hautpoul ihren Grundbesitz von Luc sur Aude, Coustaussa, Bugarach, Sougraigne, St. Just, und den métaierie von Guiraud Raymond, an Ambroise Azais , in Granés.
Rechercheergebnisse, aus den Departements-Archiven von Aude
Code : S 7c 13
1752 Die Sals entsprang aus 5 Öffnungen, mit einem Ausstoß von 800 m3 in 24 Stunden.
1828 Der Ausstoß betrug nur noch bis zu, 1.200 Hektoliter in 24 Std, die aus 3 Öffnungen abflossen.
18. Januar 1825 es ist anzumerken, daß die Gegend ein heftiges Erdbeben erlebt hat, welches Senkungen von Terrain auf dem Grundeigentum der Domaine verursachte.
25. April 1825 Der Unterpräfekt von Narbonne, Monsieur de Gléon, informiert brieflich den Herren Präfekt von Aude, daß sein Bruder, der Chevalier Roch de Gléon, die Salzquellen der Herren Combes d'Albas und Pierre Miquel, verkauft (gekauft ?) hat. (Eigentümer der Salsquelle in Durban?).
20. November 1826 Der Finanzminister von Karl X schreibt an den Präfekten von Aude, um ihn zu fragen, wer der tatsächliche Eigentümer der Domaine de la Sals sei . In diesem langwierigen Prozeß, stehen sich als Parteien die Kommune von Sougraigne, und die Herren Jean Antoine Azais, der in Couiza wohnt und Francois Azais, der in Moury in den Orientalischen Pyrenäen wohnt, gegenüber. Von Azais hatte die Kommune von Sougraigne Wäldbestände gekauft, welche die Salsquelle umgeben, und das bestreiten die (vormaligen) Eigentümer. Die Interessen der Kommune Sougraigne wurden von Mr. Mestre, der für sie bestellt ist, wahrgenommen. Eine besondere Steuer wird ab sofort bei den Bewohnern mit Genehmigung des Finanzministers erhoben, um die Gerichtskosten, der sehr armen Kommune zu decken.
30. Dezember 1826 Neuer Brief vom Finanzministers, der ungeduldig wird. Der Präfekt von Aude antwortet , daß der Prozeß vom Gerichtspräsident, trotz unterschiedlicher Interventionen mehrmals verwiesen worden ist. Die Azais werden ihren Prozeß gewinnen.
06. Juni 1839 Unter dem Regime von Louis - Philippe I, bitten die Brüder Meric Mouran, Händler, ansässig in Perpignan, Jean Antoine Azais, ansässig in Carcassonne und Auguste Lespiau, als ansässig in Perpignan bezeichnet, den Herren Präfekt von Aude um eine Konzession für die Suche nach den Salzlagerstätten, aus denen sich die Salsquelle speist. Diese Eingabe ist unter der Nr 267 aufgenommen. Zugleich findet sich dort eine Bezugnahme auf zwei Präzedenzfälle, mit ähnlichen Anfragen.
13. Juni 1844 Die vorher gegründete Gesellschaft ist daselbst in einer notariellen Urkunde, in Perpignan, bei Mr. Fabre eingetragen.
Im September 1846 sind Forschungsarbeiten vom Unternehmen Neric Morvan, ansässig in Arles sur Tech, ausgeführt worden.
14. November 1874 Unter der 3en Republik, ist in Couiza eine Konzessionsanfrage von Mr. Westermeyer, Direktor der Minen in Saragossa ( Spanien), Mr. Martin, Bergbau-Ingenieur, und Mr. Bernard Jaffus, gestellt. Zweck: Ausgrabungen auf dem Gebiet der Salsquelle auszuführen, um Salzgruben zu entdecken. Die Eigentümer der Gebiete (Domaine de la Sals), sind Mr. Marty und die Witwe Mdm. Azais.
19. Mai 1875 Die Genehmigung der Präfektur ist, für eine Oberfläche etwa 800 bis 1000 ha gewährt worden, von einem im einzelnen beglaubigten Plan (Geländekarte) bestimmt, auf dem die Grenzen der Überlassung mit einem rosa Bleistift bezeichnet sind. Der Plan, sowie das angeführte Dossier über die Arbeiten, sind in den Archiven von Aude abgelegt.
Erste Abschlüsse am 1. Februar 1977
Nach drei Monaten Recherchearbeit
Bemerkung:
Was folgt, sind rein private Aufzeichnungen, ohne eine formelle Bestätigung bezüglich ihrer Korrektheit, trotz der Genauigkeit der herausgefundenen Tatsachen.
Templiers und Katharer fanden im Razés, in den Familien de Blanchefort und de A'Niort, mächtige Verbündete.
Die Vernichtung des Templerordens ist mit der Tragödie der Katharer unlösbar verbunden.
Weder die Könige, noch die Päpste haben darin Erfolg gehabt, sich des betroffenen Grundbesitzes zu bemächtigen.
700 Jahre lang, wird dieser Grundbesitz, bis zur Französischen Revolution, in denselben Händen bleiben.
Die wahren Erben von diesem Grundbesitz sind von der spirituellen Seite her die Katharer, und von der materiellen und politischen Seite her dieTempler.
Der Verkauf des Valleys, von den Hautpoul an die Azais, scheint eine Schutzmaßnahme gewesen zu sein, um die Gesamtheit dieses Grundbesitzes, in einer einzigen Hand zu bewahren.
Darüber müßte eigentlich eine entsprechende Vereinbarung zwischen den Hautpouls und Azais existieren.
Ab dem 19. Jh. ist es unmöglich, die echten Eigentümern der Gebiete zu identifizieren.
Die Gesamtheit der Urkunden und Vorgänge, die ab 1891 bekannt geworden sind, wäre also null und nichtig, weil nicht mit den tatsächlichen Eigentümern geschlossen oder von ihnen unterzeichnet.
Die "Affaire Domaine de la Sals" ist mit der Geschichte von Rennes-le-Château unlösbar verbunden.
Von 1891 bis 1917, waren mehrere Curés auf dem Laufenden über diese Sache. In erster Linie betrifft das Béranger Saunière, den Pfarrer von R-l-Ch, und Henri Boudet, den Pfarrer von R-l-B.
Zwischen 1897 und 1915 sollten mehrere Pfarrer eines gewaltsamem Todes sterben :
01. November 1897 wird Antoine Gélis, Pfarrer von Coustaussa ermordet.
01. Februar in 1915 wird Joseph Rescamière, Pfarrer von Rennes-le-Château (1914 bis 1915), ermordet.
30. März in 1915 stirbt Henri Boudet, der von R-l-B entfernt worden war, unter ungeklärten Umständen und furchtbaren Schmerzen, in einer Nacht.
Zwischen 1901 und 1910, Saunière unterhält Beziehungen mit Deutschland, Spanien und Österreich. Der östereichische Großherzog Johann - Stephan von Habsburg schaltet sich (möglicherweise) in die Vorgänge um R-l-Ch ein, eben so, wie der Konsul von Deutschland in Barcelona (Spanien).
Der Abt Saunière unterhält eine Beziehung mit Emma Calvé, die selbst wiederum in enger Verbindung mit Doktor Gérard Encausse ( Papus) steht, mit dem Mr. Jean de Rignies verwandt ist.
Andererseits ist Emma Calvé in Verbindung mit der Familie Lagardère, aus der die Gattin des Mr. Jean de Rignies stammt.
Erster Iniatiateur von Papus war Saint Ives de Alvestre und sein spiritueller Meister, war Maître Philippe de Lyon (Philippe de Nizier), dessen Einfluß auf Zar Nikolaus II, und besonders auf die Zarin, außerordentlich groß war.
Der Martinisten-Orden des Joseph Péladan, " L'Ordre Kabbalistique de la Rose Croix et la Synarchie" sind also omnipräsent in dieser Affaire.
Emma Calvé war Eigentümerin (oder Miteigentümerin) des Château de Cabrières; am Ende ihrer Tage vermachte sie das Schloß einer Mdm. Hubin, welche ihrerseits 10 Jahre lang Erzieherin der Kinder im Hause Habsburg gewesen ist.
Die Berufe all jener Personen, welche eine Beziehung mit der Sals ab 1900 gehabt haben, ordnen sich in zwei Kategorien: Industrielle und Ingenieure (Bergwerksingenieure und Bauarbeiten) . Alle Unternehmen hatten ein einziges Ziel: das Souterrain an der Sals auszubeuten. - Und sind gescheitert !
Von 1900 bis 1976, sollte zwar einer von den Eigentümern, wäre es Mr. Coll, Mr. Eugène Ricard, Mr. Marcel Ricard, oder Mr. Mognier, die Domaine de la Sals bewohnen, doch niemals direkt das Gebiet ausbeuten können.
Die vordergründigen Aktivitäten dieser Personen, bestanden darin, den überwiegenden Teil des Grundbesitzes unter ein und demselben Namen zu vereinen.
Das erfordert zwei Bemerkungen:
Es handelt es sich um Grundbesitz der Familie Montesquieu.
Deren Absichten waren mit denen der d'Hautepoul-Blanchefort identisch.
Zwischen in 1839 und in 1976, wird es nur eine einzige Periode des Gedeihens für das Gebiet geben, von 1939 bis 1944, während der Regierung von Vichy.
Während der Beschlagnahme (Eingabe) von 1939 habe ich die Überzeugung erworben, daß der Grundbesitz an der Sals der Explorationsgesellschaft S.A.T.E.A nicht mehr gehörte.
Die Personen, die um die Beschlagnahme(Eingabe) gebeten (gefragt) haben, sind die Erben von Raymond-Imbert. Dieser Raymond-Imbert ist ein Nachkomme des Katharer-Diakon, Raymond-Imbert, der auf Montségur im 13. Jh predigte.
Mr. Deprez als Präsident und Generaldirektor des S.A.T.E.A. Und Mr. Mognier als Präsident des Verwaltungsrates waren unter dem Publikum während der Gerichtsverhandlung anwesend.
Was sind die Motive, wer hat zur Erfüllung von dieser Beschlagnahme (Eingabe) beigetragen?
Warum macht Mr. Mognier allen weis , daß er sich während des Krieges, 1939-1945, in Spanien aufhielt ?
Mr. Mognier ist in enger Verbindung mit Spanien, wie der Verkauf des Gebäudes in Rennes-les-Bains es beweist.
Von in 1939 bis in 1944, Mr. Mognier wohnt nacheinander in 9, rue de Toqueville und 10, rue de Pépiniere, in Paris.
Welcher Art waren die Tätigkeiten von Mr. Mognier während des Krieges, als er schon 70 Jahre alt war und zu der Zeit mehrere Häuser Rennes-les-Bains besaß, wohin er sich hätte zurückziehen können.
Aus welchen Gründen liegt die einzige Blütezeit an der Sals unter der Regierung von Vichy?
Wenn der Grundbesitz an der Sals verkauft gewesen wäre, warum existiert dann die Urkunde in die er niemals offiziell aufgenommen worden ist ?
Die Umstände in der Epoche erlaubten es bestimmt nicht . Seitdem sind dreiunddreißig Jahre vergangen, und das Problem besteht nach wie vor.
Diese Analyse führt zwangsläufig zu der folgenden Annahme:
Herr Mognier hat den Grundbesitz an der der Sals, und die Umgebung, 1935 an eine Person , die in Spanien, mit Nationalität Franzose, oder Deutscher, zur Welt gekommen ist, verkauft.
Diese Person stand auf höchstem Niveau in Beziehung, entweder mit der Regierung von Vichy, oder direkt mit Berlin.
Es empfiehlt sich , zwei wichtige Sachen zu bemerken:
Der Marschall Pétain besetzte einen diplomatischen Posten in Spanien, vor dem Krieg.
Er machte 1943 dem General Franco eine Gabe aus dem Schatz der Wisigoten, der in Guarrazar bei Toledo gefunden wurde, und der jetzt als Exponat im Museum von Cluny in Paris ist. Daher kann es nicht überraschen, wenn man das Interesse, das in dem direkten Umfeld um Adolf Hitler, an dieser Gegend bestand, kennt.
Die Mission von Otto Rahn, 1935 in dieser Gegend ist dafür bezeichnend.
Die okkulte Tätigkeit der Nazistischen Partei ist in zwei Richtungen ausgerichtet gewesen:
1. Nach Tibet,
2. Ins Ariége und ins Aude.
Der Initiator von Hitler, Karl Haushofer, ist in München 1869 zur Welt gekommen, vom Studium der Bücher von Sven Hedin gefesselt, verbringt er mehrere Monate in einer Lamaserie, die an Lhasa angrenzt. Er sollte weitere unmißverständliche Proben seiner erlernten Fähigkeiten ablegen.
Er wird später, eine von den sieben Säulen des Nationalsozialismus, die Geopolitik, ausarbeiten.
In Tibet trifft Haushofer einen spirituellen Führer, Georgi Iwanowitsch Gurdijew. Gurdijew war der Mitschüler von Stalin und war recu eine ganze Nacht von Hitler, nach den Unterredungen von Montoire.
Der Mitarbeiter und Freund des Entdeckungsreisenden Svens Hedin, war der Graf Eric von Rosen , der an mehreren Missionen in Zentralasien und in Tibet teilnahm. Der Aufstieg von Hermann Göring, beginnt an einen Nachmittag, des Winters 1920 , während er als Pilot des von Rosen abgestellt war.
Es ist kein Zufall , wenn die Musik von Wagner einen großen Eindruck auf denFührer machte.
Die germanische Sage findet einen consonnance in dieser Gegend des Aude und von Ariége. In derTetralogie von Wagner, der Mythus des verlorenen Königes, die Ritter auf der Suche nach der Gralsburg, das Rheingold, das alles in diesem Teil von Frankreich vorhanden ist, Montségur in Frankreich oder Montssarat in Spanien, das ist keine Tatsache des Zufalles und wurde schon oft beschrieben. Was weniger gekannt ist, das ist, daß Elisabeth Reynaud, die natürliche Tochter von Richard Wagner, Rennes-le-Château, im Zeichen des Rosenkreuzes, begraben liegt.
Die Lösung für alle diese Fragen und für diese Feststellungen ist einfach. Der betroffene Grundbesitz liegt in den Händen eines Triumvirates: Geographie, Geschichte und Spiritualität (Geisteswissenschaft).
Paris, am 01. Februar 1977
In der zweiten Hälfte des 18. Jh. lebten mehrere Personen in der Domaine de la Sals, deren Überreste man noch sieht. Die Kulturen drängten sich längs des ansteigenden Weges, dem Fluß folgend. Man kann heute noch teilweise die Grenzen der ehemaligen Felder unterscheiden. Dieses Land gehörte zum Lehenseigentum der Marquise d'Hautpoul de Seyres, welche aus der Familie Montesquieu-Roquefort (Coustaussa ) hervorgegangen ist. Sie gründete aus den vielen Parzellen, welche ihr von der Diözese Alet, nach dem Tod ihres Bruders, Blaise de Montesquieu, Brigadeführer der Armeen des Königes, Polizei-Kapitän von Berrys, zugefallen waren, ein einziges riesengroßes Gut. Zu dem Grundbesitz zählte neben den großen Walsbeständen (Bourasset), Bauernhöfen, Äckern und Weiden, eine alte Glashütte.
In den Urkunden aus dem Jahr 1771 erscheint ein ungewöhnlicher Name für die Salsquelle, der offenbar auf eine sehr alte Bezeichnung hinweist: "Aygo Salado" (salzig).
(Es muß nichts zu bedeuten haben; aber mich erinnert diese Bezeichnung an den von Henri Boudet erwähnten Redonenkönig Ayrolo, ("La vrai language celtique…"). Anm. U.V.)
Von wirtschaftlichem Interesse sind jederzeit nur zwei Dinge vorstellbar gewesen: die Wälder von Bourrasset und die Salzquellen. Weil man die Kulturen für unbedeutend halten muß.
Erst etwa 1770 einigte man sich von amtlicher, offizieller Seite darauf, von nun an zu behaupten, daß an der Quelle keine Gründungen von alten Bauwerken existierten, die älter seien als 100 Jahre. Seitdem gilt die ganz offensichtlich falsche Version, nach der das älteste Bauwerk auf dem Territorium der Domaine de la Sals die ehemalige Kaseren der "Gabelous" (Salzwächter) sei. Daß rings um das ehemalige Kasernengebäude zahlreiche Mauerreste und Grundmauern von sehr viel älteren Bauwerken, unübersehbar über das Gelände verstreut, diese Behauptung ad absurdum führen – davon kann sich jeder Besucher an Ort und Stelle leicht selber überzeugen.
Zu dem ist aber auch die alte Kaserne auf den Grundmauern eines viel älteren Gebäudes errichtet worden. Wahrscheinlich dürfte es sich bei dem älteren Bauwerk um einen Posten der Tempelritter gehandelt haben, der hier oben, an der Salzquelle, bestand. Allein schon die Überlegung, daß die Templer wohl kaum eine Salzquelle in der Umgebung ihrer Kommanderie in Campagne sur Aude unbeachtet und ungenutzt vor sich hin plätschern ließen, sollte überzeugend genug sein. Doch gibt es über diese Überlegung hinaus natürlich noch weitere Anzeichen für einen ehemaligen Templerstützpunkt.
Nach 1770 begnügte man sich damit, den Wachtposten an der Quelle mit einem Wachtmeister und drei Leuten aus Fourtou zu besetzen.
Nach demTod von Blaise de Montesquieu, im Jahr 1771, gingen mit dem gesamten Erbe (darunter, Konsulat von Bugarach und Sougraigne) auch alle Rechte im Sals-Valley an seine Schwester Marie, Marquise de Hautpoul de Seyres, über. Wenige Zeit danach übertrug sie ihrem Mann alles Eigentum. Pierre-Francois Hautpoul erwog nun seinerseits, die gerade geerbte Baronie im Titel zu führen, die an Saint-Just angrenzend ist, Der Graf von Rochechouart hatte an ihn seinen Sitz abgegeben. Aber er war verpflichtet, die Auflagen Henris III vom 17. August 1579 zu beabachten. Pierre-Francois Hautpoul besaß von da an die direkte Lehnsherrshaft von Saint-Just. Er blieb aber dennoch, durch die Ehe mit seiner Frau Marie d'Hautpoul-Seyres, Herr über Bugarach und Sougraigne. Dieser Kauf war für ihn das einzige Mittel, diesen Grundbesitz im vollen Lehen zu halten. Durch Zusammenlegung der Lehnsherrshaften mit Saint-Just, erfüllte er die gestellten Bedingungen.
Am 7. September 1788, verpachtete er Bugarach und Sougraigne an einen Jean-Jaques Avignon. Aus der Urkunde geht hervor, daß dieser Pachtvertrag ausdrücklich Farm und Bauernhof von Fontaine-Salée ausschloß. Die Domaine de la Sals war nämlich ihrerseits wiederum Gegenstand von einem eigentümlichen Vertrag: der Grundbesitz war zwei Pächtern gegen eine jährliche Gebühr von 280 Livres und zwei Livres mousserrons anvertraut. Während die Wälder einer Gruppe Bewohnern von Sougraigne zur Nutzung überlassen waren, die "gehalten sind, sie gegen die Zahlung einer Rente von 30 Livres pro Jahr auszunutzen." Man ist von der Geringfügigkeit dieser Summen überrascht. Herr d' Hautpoul war gewöhnlich anspruchsvoller. Dazu sollte er sogar seinerseits noch 48 Livres aufwenden, um für dieLöhne eines Wächters aufzukommen, was ihm nur ein Nettoeinkommen von 274 Livres ließ. Im jährlichen Deputat der Pächter fällt ein Posten auf: Mousserons. Das Pfund kostete damals 6 Livres oder einen Ecu. Die Pflanzen scheinen in der Gegend von Bugarach zu wachsen, und sind immer sehr gesucht gewesen; die oben auf dem Gipfel wachsen, sollen die besten sein.
Die Aufseher von Herren de Frémond wollten die neue Wache nach Süden ausrichten, um freien Blick auf die Quellen zu haben. Herr d' Hautpoul verwarf diese Anordnung: Der Baron wollte das Bauwerk auf den Gründungen der alten Kaserne bauen, Fassade gegen Mittag ausrichtend: auch wenn die Gewalt des Seewindes, der mit voller Wucht in die Öffnungen schlägt, mehr als ungünstig einwirkt und das Gebäude nur bedingt bewohnbar macht. Aber er hat seinen Grund: auf den alten Gründungen bauend, ist der Stein an Ort und Stelle. "Offensichtliche Sparsamkeit ! Und wir kennen Herren d' Hautpoul gut genug, um zu wissen, daß er sich ohne zu zögern einem solchen Argument immer anschließt." Er schien offensichtlich im Ruf eines Geizkragens zu stehen... Der Baron hatte seinen Vorteil wahrgenommen und Mr. Frémond schwieg. Die Arbeiten gingen schnell voran: im August in 1788 kam man ins erste Stockwerk an. Am Ende des Jahres war das Haus gebaut. Es bedeckt eine Grundfläche von 240 m2. Seine Wände aus guten Steinen, und das sehr solide Zimmerwerk haben ihm erlaubt, bis zu unseren Tagen zu existieren
Ein Blanquefort, Großmeister der Templer
Als sechster Großmeister des Templerordens fungierte offiziell Bertrand de Blanquefort. Die Familie stammte ursprünglich aus der Provinz Entre-Deux-Mers, und erbaute am Ende des 11. Jahrhunderts ihr Château de Blanquefort, in der Guyenne. Alte Chroniken der Abtei Sauve-Majeure belegen diesen Sachverhalt. Der direkte Zweig der Blanqueforts starb kurz vor 1214 mangels männlicher Nachkommen aus. Jedoch wurde ihr die Ehre zuteil, dem Templerorden einen seiner tapfersten Großmeister zu schenken.
« Eine junge Version behauptet, er sei im Razès, im Aude-Tal, zur Welt gekommen und eine von den berühmtesten Figuren der Familie von Blanchefort, Verwahrer des Schatzes von Rennes-le-Château, gewesen. Die Verwirrung enststand aus dem Namen, der in den alten Urkunden einmal als Blanquefort, ein anderes Mal als Blanchefort geschrieben ist.
Aktenkundig wird dieser Bertrand de Blanquefort mit seinem Zwangsaufenthalt in den Kerkern von Alep; er war Gefangener von Nour-Ed-Din. Als er am 18. oder 19. Juni 1157, mit achtundachzig seiner Ritter, den Abzug des Königs, in der Schlacht am See Méron deckend, einer mehr als zehnfachen sarazenischen Übermacht unterlag, war er in diese mißliche Situation geraten. Sein Lösegeld wurde vom Prinzen von Commène gezahlt.
Montesquieu, Charles de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu, französischer Schriftsteller, Rechts- und Staatsphilosoph, * 18. 1. 1689 Schloss La Brède bei Bordeaux, † 10. 2. 1755 Paris;
1714 Parlamentsrat,
1716-1726 Parlamentspräsident in Bordeaux;
1728 Mitglied der Académie française. Sein Hauptwerk ist die staats- und kulturphilosophische Schrift „De l'Esprit des lois" (1748, deutsch „Vom Geist der Gesetze" 1951), in der er eine anthropologisch-soziologisch-historische Gesetzgebungslehre in Beziehung zu den drei Staatsformen der Republik (Demokratie), der Monarchie und der Despotie entwickelte: Während Republik und Monarchie auf einer Rechtsgrundlage beruhen, wird die Despotie (Tyrannis) nur von der Furcht zusammengehalten und ist von Bräuchen (nicht Gesetzen) abhängig. Jede Verfassungsform hat ihr Grundprinzip (z. B. Tugend, Ehre), aus dem die Gesetze abgeleitet werden. Vernunftgesetz und Naturgesetz ergänzen sich bei Gründung und Aufbau der organisierten menschlichen Gesellschaft (Montesquieus Konzeption des Gesellschaftsvertrags), und ein Gesetz, „als notwendige Beziehung der Dinge" definiert, wird jeweils aus der Natur des in Frage stehenden Bereichs abgeleitet. Jeder Rechts- und Lebensbereich hat so seine ihm eigentümlichen Gesetze. Daraus leitet Montesquieu auch die Forderung der Gewaltenteilung als Prinzip des inneren Staatsaufbaus ab, das auf die Vermeidung jeder durch einzelne oder Gruppen ausgeübten Willkür zielt; entwickelt hat er es am Beispiel der englischen Verfassung.
In dieser Formulierung wurde die Idee zu einer der wichtigsten Grundlagen der ersten Verfassungen in Nordamerika (1776-1787) und in allen späteren Verfassungen mit Gewaltenteilung.
Mit den Kathedralenfenstern ist eigentlich schon das Stichwort gegeben und das „Geheimnis“ um die Bergbauaktivitäten der Templer anno 1156, am Pech Cardou und am Roque Nègre mit größter Wahrscheinlichkeit aufgelöst.
In Frankreich dagegen taucht dieses kobaltblaue Glas als Landesprodukt nachweislich im 13. Jahrhundert mehrfach in Kathedralenfenstern auf. Glasklar zu unterscheiden von Importen, wegen des Wismutanteiles im französischen Glas, der in den Gläsern aus dem Orient - und in denen aus Venedig - fehlt.
Der Wismutanteil schränkt die in Frage kommenden Fundstätten jedoch stark ein; Erze die Kobalt und Wismut zusammen enthalten kennt man nur aus Vorkommen bei Schneeberg im Erzgebirge und aus dem Schwarzwald - und aus Okzitanien. Der Einsatz deutscher Bergleute ist fast schon der Beweis für meine Annahme, daß Bertrand de Blanchefort zwischen Bézu und Cardou Bergbau auf Mangan und Kobalt trieb.
Die vielen Gerüchte und Legenden um Goldfunde der Templer erklären sich im übrigen ebenfalls leicht aus dem Mangan- und Kobaltabbau, den sie betrieben.
Von einer weiteren Illusion müssen wir uns nun offensichtlich schweren Herzens trennen; der, daß die Bergbauaktivitäten der Tempelritter unter ihrem Großmeister Bertrand de Blachefort irgendwelche sonderlich geheimnisvollen Machenschaften gewesen sein sollen, die einen Teil des Mysteriums von Rennes-le-Château ausmachen sollen.
Die Armen Ritter Christi betrieben in einem nicht unbeträchtlichen Umfang Bergbau in einem ganz spezifischen Segment. Wahrscheinlich kamen sie im Verlauf der ersten Kreuzzüge schon im Heiligen Land mit Italienern, mit Venetianern, in engeren Kontakt, vielleicht erfuhren sie von einem venezianischen Ordensritter die Geheimnisse der Glasmacher von Murano. Vielleicht gelangten sie auch durch ihre teils sehr guten Verbindungen zu den Sarazenen an Informationen über die sonst eifersüchtig gehüteten Rezepte der Herstellung des byzantinischen Glases. Vielleicht „erwischte“ ein Ordensritter irgendeinen verdächtigen Venediger am Bézu und quetschte dessen Wissen aus ihm heraus. Fest steht; die Templer brachten auf irgendeine Weise in Erfahrung, was es mit den ganz gewöhnlich aussehenden Steinen auf sich hat, die am Bézu, am Roque Nègre oder auf dem Sault-Plateau gefunden werden. Halbe Sachen pflegten die Templer nie zu machen, und so stiegen sie bald voll in das Geschäft ein. Sie betrieben die Förderung von Mangan und Kobalt im größtmöglichen Umfang.
Löst sich auf diese Weise eventuell auch eines der Rätsel der Gotik ? Haben wir eine Ecke des Schleiers aus Geheimnissen, die unsichtbar vor den bunten Kathedralenfenster von Chartres, von Köln und von Méaux hängen, gelüftet ? Daß der Templerorden als die gestaltende Macht hinter dem Bau der großen gotischen Dome stand, daß praktisch nur er in der Lage gewesen sein kann, diese gigantischen Bauvorhaben zu finanzieren und zu fördern, wird heute weitgehend anerkannt. Jetzt haben wir an einer Stelle Einblick nehmen können, an der ersichtlich wird, wie sehr viel enger die Beziehungen zwischen dem Orden und den Bauhütten gewesen sein müssen. Alles weißt darauf hin, daß die Tempelritter eigene Glasmanufakturen betrieben, in denen nach geheim gehaltenen Rezepturen jene wundervollen Glasscheiben produziert wurden, deren Herstellung mit dem Untergang des Ordens aufhörte. Hätten die Ritter lediglich zu den Bauhütten gehörige Glasmacher mit der Herstellung beauftragt, dann wäre die Produktion von diesen Handwerkern zweifellos weitergeführt worden, nachdem der Orden untergegangen war. Ich nehme an, daß an der entscheidenden Stelle im Produktionsprozeß jeweils ein Ordensanghöriger - einer der Brüder in der braunen Kutte - die Mischung besorgte, der die gewöhnlichen Glasmacher erst wieder an die Masse ließ, als die Einfärbung perfekt war.
Anm.: Das „dossier bleu“ trägt auf dem Titelumschlag den Aufdruck
Ministère de la DéfenseNationale
(Partie Civile, Détention Privée)
= COMPTE RENDU DE L’ENQUETE EFFECTUÉE SUR L’AFFAIRE DE LA SALZ =
( 29 Seiten eng Schreibmaschine,)
datiert : Paris, le 1er février 1977
keine Unterschrift
Der Inhalt ist teilweise wirklich brisant. Besonders im Hinblick auf die Spuren, die nach Deutschland führen. Ich meine damit nicht jene Spur ins Sächsische Landesarchiv, zu Freiherr von Tschirnhaus und die Hochtechnologieexperimente auf dem Gelände der Domaine de la Sals, sondern andere, viel jüngere Spuren. Ich mache mir so meine Gedanken über jene seltsamen Explorationsgesellschaften, welche zwischen den beiden Weltkriegen im Salstal angeblich nach Erdöl suchen wollten. Die Suche nach Erdöl kann gut und gerne ein Vorwand für eine ganz andere Suche gewesen sein. Das bedarf keiner Erörterung.
Was suchten diese Leute aber dann?
Wenn es ihnen um die Salzlagerstätten gegangen wäre, dann hätten sie das doch ganz einfach angeben können und damit noch weniger Verdacht erregt.
Was war die S.A.T.E.A. wirklich?
Wer war der Präsident und Generaldirektor, Mr. Mognier?
(Ein Sohn deutscher Eltern, mit Wohnsitz in Spanien und in RLB, wo er mehrere Häuser besaß. So viel ist dem dossier zu entnehmen. Und außerdem, dass die SATEA unter Vichy ihre Blütezeit hatte, wohl auch irgend welche Extrawürste briet. Das führte nach dem Krieg zu unangenehmen Ermittlungen. Herausgekommen ist dabei aber offenbar nichts, oder nur herzlich wenig.
Im dossier wird die Auffassung vertreten, dass die Besitzwechsel (Salstal) ab dem Landverkauf von de Voisins an die Brüder Azais (Granes), lediglich Scheinverkäufe gewesen seien, die letztlich bestimmten Interessen dienten. Etwas zu verschleiern und geheime Aktivitäten oder Ansprüche oder sonst was um so besser wahrnehmen zu können.
Mit Anmerkungen von
asmodeus