Kultplätze bei Fourtou - der Templerschatz

Nachdem wir die Feen-Grotte, la Caunha Sanct erkundet hatten, wandten wir uns der zweiten Höhle, auf der anderen Talseite, oberhalb der Mühle zu – der Grotte Paregeot. Sie ist wesentlich leichter zu entdecken, als die Grotte Mitounes, was vor allen Dingen in der wasserreichen Jahreszeit, im Winter und im Frühjahr der Fall ist. Dann führt diese Höhle Wasser, welches sich aus der Felswand, unterhalb der Landstrasse ergiesst. Als die Trasse für die neue D 174 durch die alte Domaine Paregeot geführt wurde, musste der Wasserabfluss aus dem Berg unbedingt gewährleistet bleiben. Deshalb ist der Höhleneingang ausgemauert worden und der natürliche Kanal verläuft an seinem Anfang unter der Landstrasse hinweg und dann weiter, schräg in Richtung der Ruinen von Le Paregeot, ehe sich die Höhle in weiteren Verzweigungen noch weit über das ehemalige Gut hinaus, im Untergrund fortsetzt.

Bei unseren Recherchen zu den Höhlen, der Mühle und dem Gut, stiessen wir schon bald auf die beinahe unvermeidlichen Schatzsagen, die sich zumeist um solche Orte ranken – und zuweilen tatsächlich Erinnerungen an historische Ereignisse beinhalten. Unsere Neugierde war geweckt, denn wir hörten wiederholt von einem Schatz, den die templiers in der Grotte Paregeot in Sicherheit gebracht haben sollen, als der Orden, am Freitag, dem 13. Oktober 1307, von Philipp dem Schönen vernichtet wurde. Eine von unzähligen Templerschatzsagen also. Immerhin aber eine, die in der näheren Umgebung von Rennes-le-Château angesiedelt ist.
Könnten wir hier wirklich auf eine verheissungsvolle Spur gestossen sein?
An dieser Stelle mit unseren Recherchen angelangt, liess sich relativ klar feststellen, dass Angehörige einer Adelsfamilie aus dem Razès, mit Sitz in Rennes-le-Château, innerhalb des Ordens einflussreiche Stellungen inne hatten. Mit Pierre und Boneti de Redas nennen wir hier lediglich zwei Ritter.
Wir versuchten uns die Situation vorzustellen, in der sich die templiers im Vorfeld des schwarzen Freitages, der ihnen bevorstand, befunden haben müssen. Dass die Templer nicht so völlig ahnungslos und unvorbereitet auf ihr Verderben warteten, wie es oft dargestellt wird, darf sicherlich ins Reich der Fabel verwiesen werden. Und so wird man auch in der Kommanderie, in Campagna (Campagne sur Aude) entsprechendeVorkehrungen getroffen haben.
Warum sollten sich die Templer in Campagna aber ausgerechnet die Grotte Paregeot als Versteck auserkoren haben?
Auf diese und andere Fragen geht Udo Vits in seinem neuen Buch "OCCITANISCHE ABENTEUER" ausfürlich ein. Und er erzählt von dem Versuch, mit großem technischen Aufwand, in einer überaus riskanten Aktion, den Templerschatz in der Grotte Paregeot zu heben. Erhältlich über amazon.
asmodeus