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Die Geheimnisse von La Soulane (3)

4. April 2011, 11:56am

Veröffentlicht von asmodeus

 

Am Fusse des „Doppeldolmen“ ist eine Öffnung im Boden entstanden. Ähnlich einem anderen Loch, noch weiter unterhalb am Hang, welches mir früher schon aufgefallen war. Wir vermuteten in dem Terrain ja nicht nur deshalb die Existenz mehrerer alter Minen. Die neu entstandene Öffnung ist zwischenzeitlich so weit freigelegt worden, dass man sich mit Müh und Not Dolmenmine (17) kleinhineinschlängeln kann. Für mich eine unwiderstehliche Einladung, der ich nur zu gerne, wenn auch mit gemischten Gefühlen, Folge leistete. Aber das, was danach folgt, verschlug mir erst recht den Atem. 

 

 

 

 

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[1] Gagat, ist eine Form von versteinerter Kohle, die im Jura aus dem Holz einer großen Schuppentannenart (Araucaria) entstand und meist als Schmuckstein verwendet wird. Er wird auch als "Jet(t)" oder "Schwarzer Bernstein" bezeichnet. Weitere, teils veraltete, Synonyme sind Gayet oder Jayet, Pechkohle, Schwarzstein, Agtstein, Ambranoir und Witwenstein.Der deutsche Name Gagat leitet sich von einer Fundstelle in der Nähe des Flusses Gagae in Lykien(Türkei) ab. Man nimmt an, dass auch die englische und die französische Bezeichnung (Jetstone bzw. Jais) auf dieser Wortverwandschaft beruht.

Gagat ist eine bitumenreiche tiefschwarze Braunkohle mit geringer Dichte (1,23 g/cm³) und samtartigem Fettglanz, der durch Polieren noch gesteigert werden kann. Es entsteht aus Holz, das in Feuchtschlamm eingebettet war.

Wegen des Glanzes und der leichten Schnitzbarkeit wurde Gagat schon in vorgeschichtlicher Zeit benutzt. Die Römer stellten Schmuck, Spinngeräte (Spinnwirtel) und Amulette aus Gagat her. Ab dem Mittelalter fertigte man in Europa daraus Trauerschmuck und Rosenkränze.

Boetius, der Leibarzt Cäsars, schrieb dem Gagat heilende Eigenschaften zu. So bewahre er vor dem bösen Blick, vertreibe Schlangen, heile Hysterie und Zahnschmerzen, besiege die Epilepsie und helfe bei der Feststellung der Jungfernschaft. In der Edelsteintherapie gilt Gagat als "Trauerstein"

Zum Ende des 19. Jahrhunderts, zur Blütezeit der Jett-Mode, als die Vorkommen seltener wurden, wurde auch Ebonit, ein Hartgummi, als Gagat-Ersatz verwendet. Das Hauptvorkommen lag zu dieser Zeit an der englischen Nordküste nahe dem FischerdorfWhitby. Weitere Vorkommen gibt es in der spanischen Region Asturien (Villaviciosa),SüdfrankreichÖsterreich (Gams bei Hieflau und im Reichraminger Hintergebirge - Am Sandl) und in Württemberg.

Die spanischen Funde gingen zu einem großem Teil an die Zunft der Gagatschnitzer vonSantiago de Compostela (Cofradía de los azabacheros de Santiago), die neben Schmuck undDevotionalien daraus Pilgerzeichen und -andenken in Form von Jakobsmuscheln oder der sogenannten Santiago-Fica, die als Abwehr gegen den Bösen Blick galt,[2] herstellten. Die Konzentration der Gagatschnitzer um einen Platz an der Kathedrale von Santiago de Compostela ist bis heute mit Plaza de Azabache oder Azabachería (Gagatplatz) in dessen Namen erhalten.

Quelle: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Gagat)

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