Château Durfort, eine Hochburg der Katharer
Das Wenige, was im Allgemeinen über Château Durfort in Erfahrung gebracht werden kann, lässt sich kurz zusammenfassen:
Die älteste uns vorliegende Urkunde, in der das Château Durfort Erwähnung findet, stammt aus dem Jahr 1093. Es geht darin um eine Transaktion zwischen der Abbaye von Lagrasse und Bertrand, dem Sohn des Herren von Durfort.

Im Jahr 1124 vollziehen Guillaume und Raymond de Durfort, zu der Zeit Schlossherren, ihre Ehrenbezeugung gegenüber dem Vicomte Bernard Aton de Carcassonne.

Im Jahr 1209, zu Beginn des Kreuzzuges gegen die Ketzer im Languedoc setzen sich die Herren von Durfort, unter Führung von Olivier de Termes, mit an die Spitze der Katharer-Allianz und werden von den Baronen des Nordens attakiert.

1215, geht Durfort für seine Herren verloren und wird von Simon de Montfort an seinen Leutnant Alain de Roucy vergeben.

1241, unterwirft sich Olivier de Termes dem französischen König Louis IX und erhält Durfort mit einem Teil seiner ehemaligen Ländereien zurück. Allem Anschein nach sind damit die Herren von Durfort wieder in ihre Rechte eingesetzt.

1243, legt Hugues de Durfort seinen Treueid auf den König ab.

1244, beteiligen sich die Herren von Durfort auf Seiten der Kreuzfahrer an der Belagerung von Montségur.
1256, Gaucelin de Durfort schließt sich einer Liga des Adels im Languedoc an, die gegen die Autorität des König opponiert und unterliegt. Für die Herren von Durfort bedeutete diese Tat den Verlust ihrer Rechte und ihres Besitzes. Doch bereits wenige Monate darauf unterwarf sich Gaucelin de Durfort dem König und erhielt Durfort zurück.

1659, verlor Ch1ateau Durfort infolge des Pyrenäenfriedens seine bis dahin bestehende strategische Bedeutung als Grenzbastion (galt als einer der fünf Söhne Carcassonnes) und wurde baulich zu einem komfortablen Wohnsitz umgestaltet.

Im Verlauf des 18. Jh., offenbar in den Wirren der französischen Revolution, ist das Chateau aufgegeben worden. Abseits gelegen, von den größeren Ansiedlungen, geriet es so sehr in Vergessenheit, dass die Bauten nicht einmal als Steinbruch dienten, wie das sonst allenthalben üblich wurde.

Heute befindet sich Château Durfort in Privatbesitz. Die Eigentümer gestatten Besuchern den Zutritt zu den Ruinen, sofern diese eine Einwilligung einholen. Besichtigungen sind wegen der beträchtlichen Einsturz- und Steinschlaggefahr, mit nicht geringen Risiken verbunden.
asmodeus
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