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Mysterieuses Souterrain bei Villegly

12. November 2014, 12:44pm

Veröffentlicht von asmodeus

Unter den verschiedenen Hinweisen denen ich im Sommer dieses Jahres nachging, fiel eine bestimmte Angelegenheit ein wenig aus dem Rahmen meines Programms. Ein Zeitungsartikel, aus Depeche du Midi, vom April 2001. Er fand sich unter den Papieren, die ich von Jean de Rignies erbte. Jean hatte den Artikel kurz vor seinem Tode archiviert, weshalb ich davon ausgehe, daß die Angelegenheit für ihn von besonderem Interesse gewesen ist.

Betitelt mit: Le très mysterieux souterrain de Villegly-en-Minervois", berichtet ein Lokalreporter von einer merkwürdigen unterirdischen Anlage, bei Villegly, nördlich von Carcassonne, im Minervois. Der Zugang sei für uneingeweihte sehr schwer zu finden, oder eigentlich unauffindbar, inmitten von Dornenhecken und Unkraut, welches ihn überwuchert. Spaziergänger wandern wenige Meter an dem Zugang vorbei, ohne etwas von der Existenz jenes geheimnisvollen Tunnels zu ahnen. Dennoch fehlen nur wenige Schritte, bis zu einem historisch bedeutsamen Ort.

Eingefasst von Mauerwerk, 1,50m x 1.00m, reicht ein Schacht etwa 2,00m in die Tiefe, wo sich ein Tunnel in östlicher Richtung erstreckt. Leider kann man heute nicht mehr sehr weit in den Tunnel eindringen, weil er eingebrochen und verschüttet ist.

 

Nicht einmal alte Einwohner von Villegly wissen etwas über Sinn und Zweck der unterirdischen Anlage. Sie erinnern sich lediglich daran, daß sie selbst, als sie in ihrer Kindheit die Eltern bei der Feldarbeit begleiteten, auf entsprechende Fragen, nur ein Schulterzucken als Antwort bekamen.

Bis zum heutigen Tage ist noch niemals eine serieuse Untersuchung vorgenommen worden. Lediglich auf der IGN-Karte ist die Stelle ungefähr mit dem nichts sagenden l´entrée d`un souterrain gekennzeichnet.

Manche meinen, der Tunnel würde bis zum etwa 3 km entfernten Ort Villegly verlaufen, während andere vermuten, daß die Anlage Bestandteil der heute nicht mehr existierenden Prieuré de Sainte-Marie gewesen sein könnte. Deren kärgliche Überreste ich jedoch an einer anderen, ebenfalls etwa 3km weit entfernten Stelle lokalisierte.

In einem dritten Szenario soll der Tunnel möglicherweise bis nach Carcassonne führen. Ein zunächst erst einmal als recht phantastisch anmutender Gedanke, der aber in Anbetracht der Legenden über eine früher bestehende unterirdische Verbindung zwischen Carcassonne und dem noch weiter entfernten Lastours, gleichwohl eben so viel Anspruch auf Legitimität beanspruchen darf, wie Trou de la Cité.

Aufschluß könnten letztlich nur Grabungen bringen, an denen behördlicherseits offenbar nur wenig Interesse zu bestehen scheint. Also wird aller Voraussicht nach auch diese unterirdische Anlage, wie so viele andere unter- und oberirdische in der Region, weiter verfallen und bald gänzlich verschwunden sein. - Schließt der Lokalreporter.

Ehe diese pessimistischen Aussichten tatsächlich Realität zu werden drohen, wollte ich mir die Anlage auf jeden Fall selber anschauen. Leicht war der Eingang wirklich nicht zu entdecken. Doch nachdem ich ihn endlich gefunden hatte und untersuchte, kam mir ein anderer Zeitungsartikel in den Sinn:

Geheimnisvolle unterirdische Gänge unter Europa entdeckt

Vor kurzem stellte es sich heraus, dass unter Feldern und Wäldern Europas sich geheimnisvolle unterirdische Gänge verbergen. Nur ein kleiner Teil davon ist erforscht. Es wird vermutet, dass unter den europäischen Staaten sich ein ganzes System der Gänge und Höhlen befindet.

Es wurde festgestellt, dass all diese Gänge von künstlicher Herkunft sind und ungefähr in den 10.-13. Jahrhunderten vom Menschen ausgegraben worden waren, aber es bleibt für Wissenschaftler nicht klar, mit welchem Zweck. Die Vermutung, dass alle Gänge für die Verbindung zwischen den feudalen Besitzungen ausgegraben wurden, wäre unmöglich – die Mehrzahl der Gänge endet in der Sackgasse.

Über 1000 solche Gänge wurden in Deutschland und Österreich entdeckt und die Archäologen vermuten, dass dies nur ein Zehntel aller tatsächlich bestehenden Gänge ausmacht. Einige sind ganz kurz – 20-25 Meter, aber es kommen auch lange – über 100 Meter vor. In einigen Orten sind die Reste der Türen mit Riegeln gefunden.

Historiker brechen sich den Kopf über die Bestimmung der seltsamen unterirdischen Einrichtungen – mag sein, das waren geheime Verstecke vor Kriegern und Räubern oder geheime Anbetungsstätten und Verstecke der Heiden, die ihren alten Göttern beteten.


Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2012_04_15/71815354/

Entrée Souterrain
Entrée Souterrain
Entrée Souterrain
Entrée Souterrain

Entrée Souterrain

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