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Eine Sensation scheint sich anzubahnen

27. Juli 2011, 12:39pm

Veröffentlicht von asmodeus

27. Juli 2011

LaDepeche Logo 

In einem gross aufgemachten Artikel kündigt die französische Zeitschrift "La Depeche" die möglicherweise bevorstehende Bergung des legendären Schatzes der Wisigoten an.zum Artikel...

 LaDepeche 27-07-11

Wir stehen der Angelegenheit bisher noch eher skeptisch gegenüber. Zu sehr stützt sich das französische Forscherteam auf die Dekorationen in der kleinen Kirche von Rennes-le-Château. Überdies schätzen wir die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch ein, dass die Wisigoten ein Depot an einer Stelle angelegt haben sollen, die so beschaffen ist, wie in dem Depeche-Artikel beschrieben. Andererseits besteht natürlich auch die mehr als nur nahe liegende Möglichkeit, dass hinsichtlich der Lage des vermutlichen Schatzes für die Öffentlichkeit bewusst irreführende Angaben gemacht worden sind. Besser beraten wären die "Schatzfinder", unserer Auffassung nach, jedoch gewesen, wenn sie mit ihrer Geschichte erst nach dem Abschluss der nun erforderlichen Grabung ins Scheinwerferlicht getreten wären. So, wie das im Falle von Schatzfunden üblicherweise aus guten Gründen gehandhabt wird. 

Vorerst fragen wir uns,

1. wie es möglich ist, dass die "drei neuen Indiana-Jones" über so detaillierte Kenntnisse des von ihnen beschriebenen souterrain verfügen, wenn sie, wie sie selber ausführen, bisher noch nicht in die Anlage eindringen konnten, weil der Zugang blockiet ist?  Was sie so sicher macht, dass

2. dort unten, mitten in einem Hohlraum, auf einem Felssockel ein Kasten lagert, welcher den Schatz der Wisigoten, möglicherweise sogar den Gral beherbergt? Wie sie so sicher darin sein können, dass der Schatz dort

3. zuletzt im Jahr 1294 eingelagert worden und seit dem unberührt geblieben sei? 

Zumindest letzteres birgt einen Widerspruch in sich. Denn da das Forscherteam den Hinweisen gefolgt sein will, die Abbé Saunière in den Dekorationen seiner Kirche hinterlassen haben soll, kann es sich bei diesem Schatz eigentlich nur um denjenigen Schatz handeln, der des Curès Reichtum begründete. Der Schatz wäre in dem Falle keineswegs seit 1294 unberührt geblieben. Und überdies muss der Abbé auf irgend einem Wege in die unterirdische Kammer gelangt sein. Ein Weg, der heute, vermutlich durch einen Felsrutsch, versperrt ist. Wenigstens letzteres läge durchaus im Bereich des Möglichen.

 

Aber es ist nicht allein nur ihre verfrühte Publizität, die unsere Zweifel an der Seriosität dieser Geschichte nährt. Warten wir weiteres ab, wünschen dem Forscherteam viel Glück und lassen wir uns überraschen...

 

asmodeus

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